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Mit diesen 7 Säulen gewinnen Sie Kapitalgeber und Finanzierer für Ihr Nahwärme-Projekt

Autorenbild: Harald Fischer
Harald Fischer
15. Sept.
10 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Tagen


Wie lässt sich ein Nahwärmeprojekt so strukturieren, dass Banken, Eigenkapitalgeber und andere Kapitalgeber bereit sind, es langfristig zu finanzieren?

Die Antwort liegt nicht allein in der Technik. Ein finanzierbares Nahwärmeprojekt benötigt vor allem einen belastbaren Cashflow, gesicherte Wärmeabnehmer, eine realistische Investitions- und Kostenstruktur, eine nachvollziehbare Wirtschaftlichkeit, eine tragfähige Finanzierungsstruktur, beherrschbare Risiken und einen überzeugenden Investment Case.


Diese sieben Faktoren bilden die Grundlage für die Bankability und Kapitalgeberfähigkeit eines Wärmenetzes.


Im Folgenden zeigen wir anhand eines beispielhaften Nahwärmeprojekts, welche sieben Säulen aus unserer Sicht entscheidend sind, wenn ein Stadtwerk, Energieversorger oder privates Unternehmen zusätzliches Eigen- oder Fremdkapital für ein Wärmenetz gewinnen möchte.


Kurz gesagt: Kapitalgeber investieren nicht in ein Wärmenetz, weil dessen Technik interessant ist. Sie investieren, wenn sie verstehen, wie das Projekt Geld verdient, welche Risiken bestehen, wie diese abgesichert werden und welche Rendite sie für ihr eingesetztes Kapital erwarten können.


Ist dies Ihre Ausgangssituation? Das Nahwärmeprojekt ist grundsätzlich sinnvoll – aber noch nicht finanzierbar

Nehmen wir an, Sie sind im Finanzwesen tätig und planen ein Nahwärmeprojekt.


Das Wärmenetz soll in einem dicht besiedelten Umfeld entstehen. Es gibt einige größere Mehrfamilienhäuser und öffentliche Gebäude. Die Wärmeerzeugung erfolgt regenerativ.


Vielleicht arbeiten Sie für ein Stadtwerk, einen Energieversorger oder ein privates Unternehmen, das ein Wärmenetz entwickelt. Ihr Auftrag lautet: Das Wärmeprojekt soll über einen langen Zeitraum sicher, vollständig und zu vertretbaren Konditionen finanziert werden.


Gleichzeitig steht Ihnen beispielsweise nur begrenztes Eigenkapital zur Verfügung. Nicht unbedingt, weil das Unternehmen grundsätzlich kein Eigenkapital besitzt, sondern weil aus der Bilanz des Stadtwerks, Energieversorgers oder übergeordneten Unternehmens nur ein Teil des verfügbaren Eigenkapitals für das konkrete Projekt eingesetzt werden soll.


Vielleicht sieht es so aus:


  • Investitionsvolumen: 7 bis 10 Mio. Euro

  • verfügbares Eigenkapital: 10 %

  • Projektplanung noch nicht vollständig abgeschlossen

  • weitere Kapitalgeber werden benötigt


Und genau jetzt haben Sie ein Problem, oder sagen wir: Sie benötigen eine strukturierte Herangehensweise.


Denn ein Investitionsvolumen von 7 bis 10 Mio. Euro ist noch keine belastbare Investitionsplanung. Gleichzeitig kann eine Eigenkapitalquote von lediglich 10 % für eine klassische Finanzierung je nach Projektstruktur und Risikoprofil eine Herausforderung darstellen.


Was ist nun zu tun? Eine Möglichkeit wäre, zum Auftraggeber zurückzugehen und zusätzliches Eigenkapital, eine kommunale Bürgschaft oder weitere Sicherheiten zu verlangen.


Die andere Möglichkeit ist viel interessanter:


Sie strukturieren das Projekt von Anfang bis Ende so, dass Kapitalgeber die wirtschaftliche Tragfähigkeit und die Risiken des Projekts nachvollziehen können.

Denn Lösungen sind gefragt, nicht Probleme. Mit diesen 7 Säulen haben Sie große Chancen, die Finanzierung Ihres Projekts umzusetzen:







Die 7 Säulen für die Finanzierung eines Nahwärmeprojekts


Säule 1: Wie erwirtschaftet das Nahwärmeprojekt seinen Cashflow?

Bei der Finanzierung eines Wärmenetzes geht es immer um den Cashflow.

Natürlich geht es zunächst um die Wärmeversorgung. Nahwärme hat eine hohe Bedeutung für Abnehmer, Erzeuger und Region. Sie ist mehr als eine reine Versorgungsaufgabe.

Aus Sicht eines Kapitalgebers ist jedoch eine andere Frage entscheidend:

Wie verdient das Nahwärmeprojekt langfristig Geld?

Die Antwort darf nicht nur verbal erfolgen. Sie muss sich in belastbaren Zahlen zeigen.

Ein Kapitalgeber erwartet deshalb eine integrierte Finanzplanung, die unter anderem folgende Bestandteile enthält:

  • Gewinn- und Verlustrechnung

  • Bilanz

  • Cashflow-Rechnung

  • Liquiditätsplanung

  • Kapitaldienst

  • Investitionsplanung

  • Fördermittel

  • Finanzierungsbedarf

  • Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben über die Projektlaufzeit

Besonders wichtig ist die zeitliche Entwicklung.

Wann entsteht der erste Liquiditätsbedarf? Wann beginnt das Projekt, Einnahmen zu generieren? Wann erreicht das Wärmenetz den stabilen Betrieb? Wann beginnt der Kapitaldienst? Welche Fördermittel werden wann erwartet?

Diese Fragen müssen im Finanzmodell nachvollziehbar beantwortet werden.

Denn letztendlich möchte der Kapitalgeber wissen:

Erwirtschaftet das Wärmenetz über seine Laufzeit ausreichend Cashflow, um Betrieb, Investitionen, Kapitaldienst und die Ansprüche der Kapitalgeber zu bedienen?

Technik ist wichtig und ohne professionelle Technik kein kein Wärmenetz.

Aber bei der Finanzierung geht es um die wirtschaftliche Wirkung dieser Technik.


Wärme muss einen nachhaltigen Cashflow erzeugen.












Säule 2: Wie sicher sind Wärmeabsatz und Abnehmer?


Der Cashflow entsteht nicht von allein. Er entsteht durch den Verkauf von Wärme.

Damit wird die Abnehmerseite zu einem zentralen Bestandteil der Finanzierung eines Wärmenetzes.


Ein Kapitalgeber möchte deshalb wissen:

  • Wie hoch ist der geplante Wärmeabsatz?

  • Wie viele Abnehmer gibt es?

  • Wie hoch ist die Anschlussquote?

  • Welche Abnehmer haben bereits verbindlich zugesagt?

  • Welche Abnehmer verfügen über langfristige Wärmeabnahmeverträge?

  • Wie hoch ist der Anteil größerer und bonitätsstarker Abnehmer?

  • Wie realistisch ist die weitere Entwicklung der Anschlussquote?


Eine Aussage wie „In unserem Netzgebiet gibt es sehr viele potenzielle Abnehmer“

ist aus Finanzierungssicht wenig belastbar. Deutlich stärker ist eine bereits nachgewiesene Anschlussquote.


Nehmen wir als Beispiel an, dass bereits 70 % der geplanten Wärmeabnahme durch Abnahmezusagen abgesichert sind.


Damit zeigen Sie Ihrem Finanzierungspartner:

  1. Das Netzgebiet wurde analysiert.

  2. Potenzielle Kunden wurden angesprochen.

  3. Ein wesentlicher Teil des zukünftigen Wärmeabsatzes ist bereits konkretisiert.

  4. Die Annahmen des Finanzmodells beruhen nicht ausschließlich auf theoretischen Potenzialen.


80 % wären besser als 70 %. Viel besser. Langfristig muss eine möglichst hohe Auslastung des Wärmenetzes erreicht werden.

Dabei spielt die Struktur der Abnehmer eine wichtige Rolle.

Öffentliche Gebäude, größere Mehrfamilienhäuser, Wohnungsunternehmen und andere Großabnehmer können für die Planung interessant sein.


Aber grundsätzlich gilt:

Jeder belastbare Wärmeabnehmer zählt.

Die Anschlussquote ist damit nicht nur ein Vertriebskennwert.

Sie ist ein Finanzierungsparameter, weil sie unmittelbar die zukünftigen Einnahmen und damit den Cashflow des Projekts beeinflusst.


Säule 3: Wie belastbar sind Investitions- und Kostenstruktur?


Bei einem Nahwärmeprojekt muss die technische Planung in eine finanzielle Architektur übersetzt werden.


Ein Finanzierungspartner kennt möglicherweise die grundsätzlichen technischen Komponenten eines Wärmenetzes. Er muss aber für seine Welt verstehen können:


  • Welche Komponenten werden benötigt?

  • Was kosten sie?

  • Wann müssen sie bezahlt werden?

  • Wann gehen sie in Betrieb?

  • Wann erzeugen sie Einnahmen?

  • Welche technischen Komponenten beeinflussen den Cashflow besonders stark?

  • Welche Kostenrisiken bestehen?


So ein bisschen spielt hier natürlich auch der Besicherungsbedarf eine Rolle, den ich aus Komplexitätsgründen außen vorlasse. Dennoch ein einfaches Beispiel:


Wer mit dem Bau einer Heizzentrale beginnt, ohne dass das zugehörige Wärmenetz entsprechend entwickelt ist, kann zwar eine technische Anlage errichten. Diese erzeugt aber möglicherweise noch keine ausreichenden Einnahmen.

Für den Kapitalgeber ist deshalb nicht nur die technische Planung relevant.

Entscheidend ist die Verknüpfung von Investitionsplan, Baufortschritt, Mittelzufluss und späterem Mittelzufluss.

Dabei sollte auch die Kostenstruktur kritisch hinterfragt werden.

Ein Wärmenetz kann technisch hervorragend funktionieren und dennoch wirtschaftlich problematisch sein, wenn beispielsweise:


  • das Netz zu groß dimensioniert ist,

  • die Investitionskosten zu hoch sind,

  • die Technik unnötig komplex wird,

  • Betriebskosten unterschätzt werden,

  • die Wärmeerzeugung zu teuer ist oder

  • die zukünftige Auslastung nicht ausreichend berücksichtigt wird.


Das Ziel lautet daher: Die technische Lösung muss nicht nur funktionieren. Sie muss auch wirtschaftlich betreibbar und finanzierbar sein.












Säule 4: Wie wirtschaftlich ist das Wärmenetz und welche Rendite erzielt es?


Die technische Wirtschaftlichkeitsberechnung eines Wärmenetzes ist eine wichtige Grundlage. Für Kapitalgeber reicht sie jedoch häufig nicht aus.

Die technischen und wirtschaftlichen Annahmen müssen in ein integriertes Finanzmodell überführt werden.


Dieses Finanzmodell verbindet beispielsweise:

Investitionen , dann Betriebskosten, den Wärmeabsatz mit entsprechendem Wärmepreise, daraus den Umsatz sowie natürlich Bilan, Cashflow und explizit dargestellt der Kapitaldienst. Und natürlich die Rendite.


Damit können unterschiedliche Szenarien durchgerechnet werden.

Denn die entscheidende Frage lautet:


Welche Wirtschaftlichkeit erzielt das Wärmenetz nach Berücksichtigung der Finanzierung?


Dabei entstehen zwangsläufig Zielkonflikte. Der Wärmepreis für die Abnehmer muss bezahlbar bleiben. Die technische Lösung muss funktionieren. Das Wärmenetz muss langfristig betrieben werden können.


Gleichzeitig muss das Projekt ausreichend wirtschaftlich sein, damit Investitionen, Kapitaldienst und zukünftige Ersatzinvestitionen finanziert werden können.


Damit stellt sich beispielsweise die Frage:


Soll das Wärmenetz weiter expandieren oder ist es wirtschaftlich sinnvoller, das Netz zunächst kleiner zu dimensionieren?


Solche Fragen lassen sich nicht ausschließlich technisch beantworten. Sie müssen finanziell bewertet werden.

Ein wirtschaftlich tragfähiges Wärmenetz benötigt langfristig eine ausreichende Rendite.

Diese ermöglicht unter anderem:

  • die Bedienung des eingesetzten Kapitals,

  • Ersatzinvestitionen,

  • Erweiterungen des Netzes,

  • zukünftige neue Projekte,

  • eine angemessene Vergütung der Gesellschafter.

Für ein Stadtwerk kommt noch eine weitere Dimension hinzu. Die Transformation vom Gas- oder Energieversorger zum lokalen Wärmeerzeuger verändert die wirtschaftliche Struktur des Unternehmens erheblich. Neue Einnahmen müssen entstehen und langfristig ausreichend stabil sein.


Wirtschaftlichkeit und Rendite sind deshalb keine Nebenthemen. Sie sind ein zentraler Bestandteil der Finanzierbarkeit. Für Kapitalgeber, Finanzierer und natürlich Gesellschafter.
















Säule 5: Wie wird die Finanzierung des Nahwärmeprojekts strukturiert?


Jetzt wird es feingliedrig.


Ein Nahwärmeprojekt benötigt in der Regel nicht nur „eine Finanzierung“, sondern eine Finanzierungsstruktur. Dabei können unterschiedliche Kapitalquellen kombiniert werden.


Mögliche Bestandteile sind beispielsweise:

  • Eigenkapital

  • Bankdarlehen

  • Fördermittel

  • Nachrangdarlehen

  • Mezzanine-Kapital

  • Stilles Kapital

  • Genussrechte bzw. Genussscheine

  • Gesellschafterdarlehen

  • weitere Finanzierungsinstrumente


Welche Kombination sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Projekt ab.


Ein Beispiel: Sie verfügen über erwähnte 10 % Eigenkapital.


Zusätzlich soll weiteres Eigenkapital von externen Investoren eingebracht werden.

Dieses kann beispielsweise über eine Projektgesellschaft strukturiert werden.

Alternativ oder ergänzend können mezzanine Finanzierungsformen eingesetzt werden, beispielsweise ein Nachrangdarlehen oder stilles Kapital.

Auch Genussrechte bzw. Genussscheine können grundsätzlich als Finanzierungsinstrument interessant sein. Die konkrete rechtliche und wirtschaftliche Ausgestaltung muss dabei im Einzelfall geprüft werden.


Auf der Fremdkapitalseite kommt schließlich die klassische Bankfinanzierung hinzu.

Hinzu kommen Fördermittel, beispielsweise aus entsprechenden Förderprogrammen.

Die Frage lautet deshalb nicht: „Welche Bank finanziert unser Wärmenetz?“

Sondern: „Wie muss die gesamte Kapitalstruktur aussehen, damit das Projekt langfristig finanzierbar und damit tragfähig ist?“


Finanzierung bedeutet auch: Wann wird welches Kapital benötigt?

Ein Wärmenetz benötigt das Kapital nicht an einem bestimmten Tag. Logisch. Während der Bauphase entstehen Mittelabflüsse in Tranchen.


Deshalb muss die Finanzierungsstruktur auch zeitlich betrachtet werden. Zu berücksichtigen sind beispielsweise:

  • Baufortschritt

  • Mittelabrufe

  • Zahlungspläne

  • Bereitstellungszinsen

  • Fördermittelzuflüsse

  • Liquiditätspuffer

  • Bauzeitverzögerungen

  • Anlaufphase des Betriebs

  • Beginn des Kapitaldienstes


Gerade Fördermittel können für die Liquiditätsplanung relevant sein. Dies haben wir selbst immer wieder schmerzlich erlebt. Der geplante Fördermittelzufluss muss deshalb realistisch in das Finanzmodell integriert werden.


Die 10+10-Betrachtung der Fischer CCF


Für viele Wärmenetzprojekte ist eine langfristige Betrachtung entscheidend.

Eine mögliche Struktur ist deshalb die 10+10-Betrachtung:


  • erste zehn Jahre: Finanzierung und laufender Kapitaldienst

  • ab Jahr zehn: Refinanzierung, Rückzahlung oder neue Finanzierungsstruktur


Dabei muss beispielsweise bereits heute berücksichtigt werden:

Was passiert, wenn ein Nachrangdarlehen nach zehn Jahren zurückgezahlt werden muss?


Oder:


Wie wird ein Gesellschafter ausgezahlt, der nach zehn Jahren aus dem Projekt ausscheiden möchte?


Die Finanzierung eines Wärmenetzes endet deshalb nicht mit der Auszahlung des ersten Bankdarlehens. Sie muss zwingend über den gesamten Lebenszyklus des Projekts gedacht werden.


















Säule 6: Wie wird die Bankability des Wärmenetzes hergestellt?


Sie sehen Chancen in Ihrem Wärmenetz und begeistern sich für das Projekt.

Ihr Kapitalgeber sieht zunächst Risiken.


Das ist normal. Denn ein Kapitalgeber muss beurteilen können, welche Risiken mit seiner Investition verbunden sind und wie diese Risiken begrenzt werden. Ein Kapitalgeber möchte eine Verzinsung, eine Rendite und den Kapitalrückfluss. So einfach. Doch das ist Bankability.

Bankability bedeutet in diesem Zusammenhang, dass ein Projekt aus Sicht eines Finanzierungspartners ausreichend belastbar, wirtschaftlich und risikokontrolliert ist, um eine Finanzierung zu rechtfertigen.


Zu den wesentlichen Risikofeldern gehören beispielsweise:


Baukostenrisiko

Sind die Investitionskosten belastbar kalkuliert?

Bauzeitrisiko

Was passiert bei Verzögerungen?

Absatzrisiko

Sind die Wärmeabnehmer tatsächlich gesichert?

Preisrisiko

Wie entwickelt sich der Wärmepreis? Welche Preisgleitklauseln bestehen?

Zinsrisiko

Ist die Finanzierung fest oder variabel verzinst? Wie wird eine spätere Refinanzierung abgesichert?

Technologierisiko

Ist die eingesetzte Wärmeerzeugung technisch erprobt? Gibt es geeignete Lieferanten und Garantien?

Fördermittelrisiko

Wann fließen die erwarteten Fördermittel tatsächlich?

Rechts- und Wegerisiken

Sind Flurstücke, Wege, Straßen, Konzessionen und Dienstbarkeiten ausreichend gesichert?


Ein Kapitalgeber erwartet dabei nicht, dass ein Wärmenetz risikofrei ist. Das wäre unrealistisch und gibt es auch nicht.


Er erwartet vielmehr, dass die wesentlichen Risiken identifiziert, bewertet und mit geeigneten Maßnahmen gesteuert werden. Und dies ist Ihre Aufgabe.


Eine strukturierte Risikoanalyse und gegebenenfalls eine Pre-Due Diligence mit der Fischer CCF können deshalb wesentliche Bestandteile der Finanzierungsvorbereitung sein.










Säule 7: Wie sieht der Investment Case für den Kapitalgeber aus?


Jetzt kommt die vielleicht wichtigste Frage:


Warum sollte ein Kapitalgeber in dieses Wärmenetz investieren?

Wärmenetze sind nicht bekannt für mögliche Über-Renditen. Ganz im Gegenteil. Dennoch sind sie im Markt für verschiedene Zielgruppen aufgrund der regelmäßigen Cashflows hochinteressant. Daher bitte ich Sie, setzen Sie nun die Brille des Investors auf.


Ein Kapitalgeber möchte insbesondere verstehen:


  • Wie verdient das Nahwärmenetz Geld?

  • Wie hoch ist die erwartete Rendite?

  • Welche Risiken übernimmt der Kapitalgeber?

  • Welche Rechte erhält er?

  • Welche Mitspracherechte bestehen oder auch nicht?

  • Wie ist die Gesellschafterstruktur aufgebaut?

  • Welche Aufgaben übernimmt der Investor?

  • Wie und wann erfolgt eine Ausschüttung?

  • Welche Exit-Möglichkeiten bestehen?

  • Wie wird die Finanzkommunikation organisiert?


Gerade der Exit wird in Projekten häufig unterschätzt. Wir als Fischer CCF vertreten schon immer die Aussage, dass wer wer investiert, auch wissen möchte:

Wie komme ich wieder aus meiner Investition heraus?

Deshalb sollte ein professioneller Investment Case nicht nur den Einstieg, sondern auch die Perspektive des Kapitalgebers über die gesamte Investitionsdauer darstellen.

Sie zeigen also das Investment auf, die Beteiligungsstruktur, die Cashflows haben Sie ausführlich behandelt, die Rendite ergibt sich aus Ihrer Planung, Ausschüttungen erwähnen Sie ohne numerisch klar zu werden. Die Laufzeit und die Möglichkeiten des Exits

Damit entsteht aus dem technischen Wärmeprojekt ein investierbares Finanzprodukt bzw. ein nachvollziehbarer Investment Case.


Was Kapitalgeber bei einem Nahwärmeprojekt tatsächlich sehen wollen


Am Ende lassen sich die sieben Säulen der Fischer CCF auf eine zentrale Fragestellung reduzieren:


Kann Ihr Nahwärmenetz über einen Zeitraum von 10+10 Jahren verlässlich Cashflow erzeugen und damit das eingesetzte Kapital angemessen verzinsen und zurückführen?

Ihrer Bank, Ihrem Investor, Ihrem Kapitalgeber liefern Sie daher eine belastbare Datengrundlage:


  • integriertes Finanzmodell

  • Investitionsplanung

  • Wärmeabsatzplanung

  • Abnehmerstruktur

  • Anschlussquoten

  • Wärmepreisannahmen

  • technische Planung

  • Betriebskostenplanung

  • Fördermittelplanung

  • Finanzierungsstruktur

  • Liquiditätsplanung

  • Risikomatrix

  • Vertragsübersicht

  • Gesellschaftsstruktur

  • Investment Case

  • Renditeberechnung

  • Exit-Szenarien


Viel zu tun – ich weiss. Die Fischer CCF gibt Ihnen gerne Tipps und Unterstützung, damit aus Ihrem Wärmeprojekt ein bankfähiges und kapitalgeberfähiges Projekt wird.










Wie Fischer CCF dabei unterstützt

Wir als Fischer CCF unterstützen Stadtwerke, Energieversorger und Projektgesellschaften bei der finanziellen Strukturierung und Finanzierung von Wärmeprojekten.

Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere:


  • Aufbau und Prüfung integrierter Finanzmodelle

  • Wirtschaftlichkeits- und Liquiditätsplanung

  • Entwicklung geeigneter Finanzierungsstrukturen

  • Analyse von Eigen-, Fremd- und Mezzanine-Kapital

  • Vorbereitung auf Gespräche mit Banken und Kapitalgebern

  • Analyse der Bankability

  • Risiko- und Szenarioanalysen

  • Entwicklung des Investment Case

  • Vorbereitung und Begleitung bei der Kapitalgeberansprache


Mit uns wird ein Wärmenetz finanzierbar und für Kapitalgeber investierbar.


FAQ: Finanzierung von Nahwärmeprojekten
















Wie finanziert man ein Nahwärmenetz?

Ein Nahwärmenetz kann grundsätzlich über eine Kombination aus Eigenkapital, Fremdkapital, Fördermitteln und – abhängig von der Projektstruktur – mezzaninen Finanzierungsinstrumenten finanziert werden. Entscheidend ist die Entwicklung einer zum Projekt passenden Gesamtfinanzierungsstruktur.


Wie viel Eigenkapital benötigt ein Nahwärmeprojekt?

Die erforderliche Eigenkapitalquote hängt unter anderem von Investitionsvolumen, Projektstruktur, Risiko, Sicherheiten, Fördermitteln und Finanzierungspartner ab. Eine pauschale Eigenkapitalquote lässt sich daher nicht für jedes Wärmenetz festlegen.


Was bedeutet Bankability bei einem Wärmenetz?

Bankability beschreibt die Fähigkeit eines Projekts, aus Sicht eines Finanzierungspartners ausreichend wirtschaftlich, belastbar und risikokontrolliert zu sein, um eine Finanzierung zu erhalten.


Welche Rolle spielt der Wärmeabsatz bei der Finanzierung?

Der Wärmeabsatz ist ein zentraler Bestandteil des zukünftigen Cashflows. Deshalb sind gesicherte Abnehmer und eine belastbare Anschlussquote für die Finanzierung eines Wärmenetzes besonders relevant. Gehen Sie von mindestens 70% Anschlussquote vor Umsetzung aus.


Welche Finanzierungsinstrumente kommen für ein Wärmenetz infrage?

Je nach Projekt können Eigenkapital, Bankdarlehen, Fördermittel, Gesellschafterdarlehen, Nachrangdarlehen, Mezzanine-Kapital oder stille Beteiligungen eingesetzt werden. Auch Genussrechte können je nach Ausgestaltung eine Rolle spielen. Zudem steigt aktuell das Angebot an verschiedenen staatlichen Instrumenten.


Warum ist die Wirtschaftlichkeitsberechnung für Banken und Kapitalgeber auf keinen Fall ausreichend?

Finanzerungspartner können eine technische Wirtschaftlichkeitsberechnung nicht bewerten und oft systemseitig nicht eingeben. Es benötigt eine integrierte Betrachtung von Investitionen, Betrieb, Wärmeabsatz, Preisen, Cashflow, Finanzierung und Rendite.


Was ist ein Investment Case für ein Wärmenetz?

Der Investment Case stellt das Projekt aus Sicht der Bank und des Kapitalgebers dar. Er beschreibt insbesondere Investition, Rendite, Risiken, Rechte, Ausschüttungen, Gesellschafterstruktur und Exit-Möglichkeiten.


Warum ist die Refinanzierung bei Wärmenetzen wichtig?

Wärmenetze haben eine lange wirtschaftliche Lebensdauer. Finanzierungen können jedoch deutlich kürzere Laufzeiten besitzen. Deshalb muss bereits bei der Erstfinanzierung berücksichtigt werden, wie eine spätere Refinanzierung erfolgen kann. Doch Achtung: Wärmenetze haben eine Lebenszeit von ca. 40 Jahren, d.h. die Werthaltigkeit nach 10 Jahren ist extrem hoch und muss bei der Refinanzierung aufgezeigt werden.


Welche Risiken prüfen Banken bei einem Wärmenetz?

Zu den relevanten Risiken gehören unter anderem Baukosten, Bauzeit, Wärmeabsatz, Wärmepreise, Zinsen, technische Risiken, Fördermittel sowie rechtliche und infrastrukturelle Rahmenbedingungen. Aber auch Gesellschafter und regionale Entwicklungen sind Bestandteil.


Wie gewinnt ein Stadtwerk externe Kapitalgeber für ein Wärmeprojekt?

Ein Stadtwerk sollte zunächst einen belastbaren Investment Case entwickeln. Wie generell muss auch ein Stadtwerk ein integriertes Finanzmodell, eine belastbare Abnehmerstruktur, eine nachvollziehbare Finanzierungsstruktur, eine Risikoanalyse und eine klare Darstellung von Rendite und Exit auf den Weg bringen.


Was ist bei der Finanzierung eines Wärmenetzes besonders wichtig?

Die zentrale Frage lautet, ob das Wärmenetz langfristig ausreichend Cashflow erzeugt, um Betrieb, Investitionen, Kapitaldienst und die Ansprüche der Kapitalgeber zu bedienen. Um es vereinfacht auszudrücken: Ein Wärmenetz muss Geld verdienen.



Ihr Harald Fischer

Geschäftsführer der Fischer CCF – Excellence in Finance


Fischer CCF GmbH // Riedheimer Str. 3 // 88677 Markdorf


Tel: +49 7544 959089-0


 
 
 

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